Hurrikan Irma auf Zerstörungszug durch die Karibik

7.9.2017 – Hurrikan Harvey ist gerade abgezogen, in Südasien wütet der Monsunregen – und in der Karibik tobt nun Hurrikan „Irma“. Millionen von Menschen leiden in diesen Tagen und Wochen unter den aktuellen Kapriolen des Klimas. In der Karibik hat es bisher die Inseln Saint-Martin und Barbuda am schlimmsten getroffen.

Auf Barbuda sollen – bei Windgeschwindigkeiten von 300 Stundenkilometern und mehr – fast sämtliche Häuser beschädigt worden sein. Die Insel zählt zu den „Kleinen Antillen“, bildet mit der größeren Nachbarinsel Antigua einen souveränen Staat und zählt gut 1500 Einwohner. Auch auf Saint-Martin (das teilweise zu Frankreich, teilweise zu den Niederlanden gehört) ist die Lage dramatisch. Die Stromversorgung der rund 70.000 Einwohner ist ausgefallen, Nahrungsmittel und Trinkwasser sind knapp. Vor allem das nördlich gelegene, französische Territorium ist stark betroffen.

Die Hurrikan-Saison

Von Juni bis November ziehen jedes Jahr tropische Wirbelstürme durch die Karibik Richtung US-Küste. Angetrieben werden diese sogenannten Hurrikans durch eine extrem starke Wasserverdunstung über dem hochsommerlich warmen Meer. In diesem Jahr fällt dieses Naturphänomen, wahrscheinlich aufgrund des Klimawandels, stärker aus als in vielen Vorjahren. Allerdings gab es bereits 2016 eine Katastrophe, als Hurrikan Matthews mit großer Wucht auf Haiti traf.

Weitere Inseln bedroht

In den kommenden Tagen wird Irma ihren zerstörerischen Weg Richtung Nordwesten fortsetzen und dabei voraussichtlich die Dominikanische Republik, Kuba und die Bahamas streifen. Die exakte Route lässt sich von den Meteorologen nur schwer vorausberechnen. Auch viele Gegenden in Florida stellen sich, sollte sich der Tropensturm nicht abschwächen, auf Zerstörungen ein. Dort könnte Irma etwa am Wochenende ankommen.

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