Spendenrückblick 2017

13.12.2017 – Wenn irgendwo auf der Welt besonders dringend Spenden gebraucht werden, ist das meistens kein gutes Zeichen. Naturkatastrophen, Unglücke und Fehlentwicklungen sind es, die unsere Spendenbereitschaft herausfordern. Auch 2017 gab es wieder zahlreiche Anlässe, das Portmonee zu öffnen und zu helfen. Hier ist unser Jahresrückblick.

Januar: Die neueste Flüchtlingsstatistik für Deutschland wird veröffentlicht. Demnach gab es im Jahr 2016 rund 280.000 zusätzliche Asylbewerber. Bis alle Flüchtlinge in unserer Gesellschaft „angekommen“ sein werden, wird noch einige Zeit vergehen, in der unsere ungebrochene Solidarität wichtig ist.

Februar: Die Vereinten Nationen warnen eindringlich vor einer Hungerkatastrophe in weiten Teilen Afrikas sowie im Jemen. Viele Millionen Menschen sind vom Tod bedroht. Schuld ist einerseits die anhaltende Dürre in Ostafrika, aber auch Bürgerkriege wie im Südsudan, Somalia und Jemen. Internationale Spendenorganisationen sammeln viele Millionen Euro, um den Not leidenden Menschen zu helfen.

März: Auch der März steht ganz im Zeichen der afrikanischen Hungersnot. Mittlerweile ist von mehr als 20 Millionen betroffenen Menschen die Rede. Leider sind erst sieben Prozent der benötigten Spendengelder eingegangen.

April: Nachdem sich der Kriegsbeginn in Syrien zum sechsten Mal gejährt hatte, beschließt eine internationale Geberkonferenz fast 10 Milliarden US-Dollar bereitzustellen. Mit diesem Geld können Flüchtlinge und Kriegsopfer versorgt werden. Eine politische Lösung des Konflikts ist dagegen weiterhin nicht in Sicht.

Eine weitere Geberkonferenz beschließt eine Hilfszusage von etwa einer Milliarde Euro für die Menschen im Jemen.

Mai: In Somalia hat es endlich zu regnen begonnen. Auch wenn die Dürre nun vorbei ist, sind die Ernten und Viehherden vernichtet – und die politischen Probleme ungelöst.

Wenn es im Mittelmeerraum sommerlich warm wird, holt uns die Flüchtlingskrise wieder ein: Hunderte Menschen sterben alleine im Mai bei dem Versuch, auf überfüllten Booten von Afrika nach Italien zu gelangen.

Juni: Eine neue Statistik beziffert die Zahl der Flüchtlinge weltweit auf mehr als 65 Millionen. Das ist ein neuer Höchststand. Die meisten Flüchtlinge kommen aus Syrien, Afghanistan und Südsudan.

August: Im westafrikanischen Staat Sierra Leone hört es nicht auf zu regnen. In den Fluten und in einer Schlammlawine sterben weit über 300 Menschen. Sierra Leone zählt zu den ärmsten Ländern der Welt.

September: In diesem Monat ereignen sich gleich mehrere Katastrophen. Die Hurrikans Harvey und Irma ziehen über die Karibik und treffen auch die USA. Und der Süden Mexikos wird von einem schweren Erdbeben erschüttert.

Besonders schlimm trifft es den Süden Asiens. Hier sind rund 40 Millionen Menschen von Überschwemmungen betroffen, weil der (normalerweise Fruchtbarkeit spendende) Monsunregen in der Saison 2017 extrem heftig ausfällt.

Oktober: Im Grenzgebiet zwischen Myanmar und Bangladesch wird die Lage der „Rohingya“ immer dramatischer. Diese muslimische Volksgruppe wird in ihrer Heimat Myanmar systematisch verfolgt. Hunderttausende flüchten ins Nachbarland.

Zwiespältig ist die Bilanz des nun veröffentlichten „Welthunger-Index“: Prozentual betrachtet, sinkt der Anteil der Hungernden weltweit. Die absolute Zahl steigt allerdings auf erschreckende 815 Millionen.

November: Mit Spannung blickt die Welt nach Simbabwe, wo der greise Diktator Robert Mugabe zum Rücktritt gezwungen wird. Vielleicht ein Lichtblick für das abgewirtschaftete Land im Süden Afrikas?

Mit diesem Fragezeichen wünsche ich den Lesern von fairhelfen.de angenehme Festtage und einen hoffnungsvollen Start ins Jahr 2018!

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