Über fünf Millionen tote Kleinkinder 2016

20.10.2017 – Im vergangenen Jahr 2016 sind weltweit 5,6 Millionen Kinder unter fünf Jahren gestorben. Das ist das Ergebnis eines nun vorgelegten Berichtes der Vereinten Nationen (UN). Am höchsten ist die Kinder- und Säuglingssterblichkeit im südlichen Afrika sowie in Südasien.

Auf schlimmem Niveau sinkende Werte

Trotz der erschreckenden Zahlen zeigt sich eine positive Tendenz: Die prozentuale Kindersterblichkeit sank 2016 auf ein Rekordtief. Damit entspricht der UN-Bericht in Grundzügen dem jüngsten Welthunger-Index – sowohl was die regionalen Problemzonen als auch was den vorsichtigen Aufwärtstrend angeht.

Laut UN ist die Sterblichkeit innerhalb der ersten vier Lebenswochen besonders hoch – und steigt sogar weiter an. In Afrika südlich der Sahara sowie in Südasien überleben rund drei Prozent der Neugeborenen nicht den ersten Monat. Viele sterben an Lungenentzündungen, Durchfall, Frühgeburten und Geburtskomplikationen. Auslösende Faktoren sind mangelhafte medizinische Betreuungsmöglichkeiten für Mutter und Kind, hygienische Probleme sowie eine insgesamt schwierige Ernährungslage.

Hier ist die Lage am schlimmsten

In absoluten Zahlen häufen sich die Todesfälle von Kleinkindern in Indien, Pakistan, Nigeria, Dem. Rep. Kongo und Äthiopien. Dies sind jedoch recht bevölkerungsstarke Länder. Aussagekräftiger für die Chancen eines Kleinkindes sind die prozentualen Werte. Nach diesen Zahlen ist die Lage besonders dramatisch in den afrikanischen Ländern Angola, Tschad, Sierra Leone, Zentralafrikanische Republik und Guinea-Bissau.

Dort liegt die Kindersterblichkeit im langjährigen Mittel fast bei zehn Prozent. Mit anderen Worten: Jedes zehnte Kind stirbt lange bevor es das Schulalter erreichen könnte. Auch die Situation der überlebenden Kinder ist oftmals durch Hunger und Mangelernährung gekennzeichnet.

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