Überschwemmungskatastrophe in Sierra Leone

14.8.2017 – Während in vielen Teilen Afrikas noch immer eine Dürre herrscht, versinkt der westafrikanische Kleinstaat Sierra Leone derzeit in Wassermassen. Vermutlich sind bislang mehr als 350 Menschen der Katastrophe zum Opfer gefallen, etwa 2000 wurden obdachlos.

Ausgelöst wurden die Überschwemmungen durch tagelange Regenfälle. In der Hauptstadt Sierra Leones, Freetown, kam es zu einer tödlichen Schlammlawine. Dennoch hatte die Katastrophe nicht ausschließlich „natürliche“ Ursachen. Viele Gebäude sind nicht stabil genug, um derartigen Fluten Stand zu halten. Auch die Abwasserleitungen sind nicht für solche Wassermassen ausgelegt. Und der Berghang, der zu Schlamm wurde und schließlich abrutschte, war zuvor durch Abholzung destabilisiert worden.

Sierra Leone

Todesopfer sind auch eine Armutsfolge

Anders ausgedrückt: Die Einwohner von Sierra Leone, das zu den ärmsten Ländern der Erde zählt, sind den Naturgewalten fast schutzlos ausgeliefert. Eine gleichartige Überschwemmung hätte im reicheren und besser gerüsteten Europa vermutlich nur Sachschäden zur Folge gehabt.

Die Lebensbedingungen in Sierra Leone gestalten sich in vielen Aspekten hart: Über die Hälfte der Einwohner können nicht lesen und schreiben, die Lebenserwartung übertrifft kaum 50 Jahre und das Gesundheitsversorgung hat niedrigstes Niveau. Vor gut zwei Jahren starben in dem Staat fast 4000 Menschen an einer monatelangen Ebola-Epidemie. Mehr Informationen über das westafrikanische Land lesen Sie hier.

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