430 Millionen für die vergessene Not im Kongo

15.4.2018 – Während heute fast jedes Kind den Staat Syrien auf der Weltkarte zeigen kann, ist die menschliche Not im Herzen Afrikas weit weniger präsent. Jetzt hat eine Geberkonferenz 430 Millionen Euro für ein Land zugesagt, dass Demokratische Republik Kongo heißt, eigentlich nicht besonders demokratisch, aber dafür umso ärmer ist.

Nach so ziemlich allen Statistiken rangiert Kongo ganz weit unten in denjenigen Metriken, die versuchen Rückstand und Elend zu quantifizieren: Lebenserwartung, Kindersterblichkeit, Analphabetismus – fast überall lauern erschreckende Zahlen. Viele der rund 80 Millionen Einwohner nagen am Hungertuch, obwohl (oder gerade weil) es im Kongo auch wertvolle Bodenschätze zu holen gibt. Die Zivilbevölkerung wird zerrieben in undurchsichtigen Koalitionen und grausamen Verteilungskriegen, die sich den Anschein von ethnischen Auseinandersetzungen (Hema gegen Lendu) geben.

1,4 Milliarden Euro benötigt

Nun hat eine Geberkonferenz in Genf – seltsamerweise boykottiert von der kongolesischen Regierung – 430 Millionen in Aussicht gestellt. Das wird die Konflikte natürlich nicht beenden, aber womöglich einiges Leid lindern. Laut Schätzungen braucht das Land noch in diesem Jahr mehr als das Dreifache dieser Summe. Aber das kann ja noch kommen.

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