Spendenhilfe für Angola

So reich der afrikanische Staat an Rohstoffen ist, so mittellos sind viele Bewohner. Die Einnahmen aus Ölförderung und Diamanten-Bergbau kommen bei den Armen nicht an.

Offenbar verschwinden jährlich mehrere hundert Millionen US-Dollar auf den privaten Konten korrupter Politiker und Machthaber. Dagegen ist ein erheblicher Teil der Einwohner sogar auf Nahrungsmittelhilfen aus dem Ausland angewiesen. Mindestens ein Drittel der Angolaner sind arbeitslos, ebenso viele gelten als arm. Der 25-jährige, erst 2002 beendete Bürgerkrieg hat die Wirtschaft des Landes schwer geschädigt.

Angola-Karte:

Google Maps

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Google.
Mehr erfahren

Karte laden

Gesundheitswesen am Boden

Geradezu katastrophal ist die Gesundheitslage in Angola. Für einen großen Teil der Einwohner steht weder sauberes Trinkwasser (etwa die Hälfte) noch eine medizinische Grundversorgung zur Verfügung. Epedemien können sich leicht ausbreiten und treffen vor allem die Armen und die Kinder. Die Kinder- und Säuglingssterblichkeit ist extrem hoch. Außerdem fordern die Landminen aus der Zeit des Bürgerkriegs immer wieder neue Opfer. Angaben für die durchschnittliche Lebenserwartung in Angola schwanken stark, wobei die Wahrheit irgendwo zwischen 50 und 60 Jahren liegen dürfte.

Das Land Angola

Trotz seiner Größe von 1,2 Millionen Quadratkilometern hat Angola, das ganz in der tropischen Klimazone liegt, nur drei Nachbarstaaten: Demokratische Republik Kongo, Sambia und Namibia. Von den gut 25 Millionen Angolanern wohnt fast die Hälfte in der Hauptstadt Luanda und den Nachbarorten, die mit Luanda zu einer Mega-City verschmolzen sind.

Im 20. Jahrhundert befand sich das heutige Angola lange Zeit unter portugiesischer Kolonialherrschaft. Nach dem Ende der Militärdiktatur im „Mutterland“ Portugal wurde das Land 1975 unabhängig (als eines der letzten afrikanischen Kolonialgebiete). Dieses Datum wurde zum Ausgangspunkt eines blutigen Bürgerkriegs zwischen den bisherigen Unabhängigkeitskämpfern der Gruppierungen MLPA und UNITA. Während die USA die UNITA militärisch unterstützte, standen Kuba und die Sowjetunion auf Seiten der MLPA. Dieser Stellvertreterkrieg auf afrikanischem Boden hielt Angola im Würgegriff bis zum Tod der UNITA-Führers Jonas Sawimbi. Seither regiert MLPA mit harter Hand.

Unsere Bewertung – Spenden-Bedarf in Angola: hoch.

Wo spenden?

Folgende Hilfsorganisationen arbeiten schwerpunktmäßig in Angola:

  • Brot für die Welt
  • Die Sternsinger
  • Ärzte ohne Grenzen
  • Friedensdorf international
  • terre des hommes

(Auswahl ohne Gewähr)

Schon zehn Euro helfen weiter. In diesem Spenden-Ratgeber sind auch die angolanischen Nachbarländer Kongo und Sambia aufgeführt.