Das neuartige Coronavirus geht uns alle an! In vielen Ländern der Welt explodieren die Fallzahlen bei den registrierten Infektionen und tödlichen Verläufen der Lungenkrankheit Covid-19. Auch wir in Deutschland sind zum Handeln aufgerufen, um uns selbst und unsere Mitmenschen zu schützen. Soziale Distanzierung, Einhaltung von Hygieneregeln, Verzicht auf Hamsterkäufe und andere panische Reaktionen sind wichtige Bausteine, um das Gesundheitssystem zu entlasten und Menschenleben zu retten.

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Grafische Darstellung von SARS-CoV-2

An dieser Stelle hat Fairhelfen.de eine kommentierte Linkliste mit Hilfsmöglichkeiten in der aktuellen Coronavirus-Krise zusammengetragen. Denn wir sind nicht machtlos.

Wer noch keine strukturierten Nachbarschaftshilfen für seinen eigenen Wohnort findet, kann einfach mal bei den Nachbarn klingeln und unverbindliche Unterstützung anbieten. Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, ist es beispielsweise möglich, mitgebrachte Einkäufe vor der Tür zu platzieren und deren Ankunft per Klingelzeichen zu signalisieren.

Nebenan.de – Nachbarschaftsnetzwerk

Die Plattform Nebenan.de hilft Menschen, sich miteinander zu vernetzen. Nicht nur in der Corona-Krise, sondern auch zu besseren Zeiten.

Drk-blutspende.de – Blutspendedienste

Auch und gerade in Krisenzeiten brauchen die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes jeden Tropfen Blut – aber „seit Corona“ sind die Spenden zurückgegangen. Alle Spender, das betont das DRK, werden medizinisch betreut und das Ansteckungsrisiko in den Einrichtungen ist minimal. Auf der Seite Drk-blutspende.de lassen sich deutschlandweit Spendentermine recherchieren.

Gegen-den-virus.de – Aushang-Generator

Besonders Senioren und Menschen mit reduziertem Immunsystem brauchen unsere Hilfe – denn für diese Menschen kann die Öffentlichkeit zur Gefahr werden. Zum Beispiel können Personen, die nicht zu den Risikogruppen zählen, die täglichen Einkäufe und Besorgungen übernehmen. Der Aushang-Generator von Gegen-den-virus.de erstellt eine Textvorlage für persönliche Hilfsangebote.

Focus.de – Corona Care Nachbarschaftshilfe

Das Nachrichtenmagazin Focus ruft unter dem Titel „Corona Care“ zu einer Nachbarschaftshilfe auf. Auch hier gibt es ein Formular für Hilfsangebote zum Ausdrucken, aber auch eine Facebook-Gruppe. Außerdem sammelt die Redaktion Interessenten per E-Mail.

Facebook

Auf der Plattform Facebook haben sich zahlreiche Gruppen gegründet, die oft einen regionalen Bezug haben, um beispielsweise Menschen in einer bestimmten Stadt Nachbarschaftshilfe anzubieten. Dabei geht es insbesondere um Senioren, Behinderte, Personen in Quarantäne und Angebote zur Kinderbetreuung. Schließlich fällt in den meisten Schulen der Unterricht aus, was die berufstätigen Eltern vor große Probleme stellt. Um hier die richtige Facebook-Gruppe zu finden, sollten Interessenten einfach die Suchfunktion nutzen.

Twitter

Auch über Twitter organisieren sich derzeit viele Hilfsangebote. Hier lohnt sich zum Beispiel ein Blick auf die Hashtags #coronahilfe oder #NachbarschaftsChallenge. Man darf allerdings gespannt sein, wie viele Senioren sich mit dem Twitter-Format anfreunden können.

Unter #SupportYourLocals findet sich eine Initiative, die lokale Selbständige und Einzelhändler, deren Existenz bedroht ist, unterstützen will. Hier gibt es beispielsweise Hinweise auf neue Direktvermarktungen oder Gutscheine für künftige Veranstaltungen.

Private Plattformen

Vor allem die Branchenriesen Facebook und Twitter zeigen derzeit lokale Hilfsstrukturen auf. Eine private Initiative gibt es beispielsweise in Berlin – programmiert von einem 15-jährigen Schüler. Ob dies Nachahmer in anderen Städten haben wird, bleibt abzuwarten – denn schließlich benötigen solche Seiten stets eine „kritische Masse“, um effizient helfen zu können.

Tafel.de – Die Tafeln versorgen Bedürftige

Über 900 sogenannte Tafeln in Deutschland versorgen arme Menschen mit Nahrungsmitteln, die unsere reiche Gesellschaft übrig lässt. In aktuellen Krise fällt es vielen Tafeln schwer, das wichtige Angebot aufrecht zu halten. Manche Tafeln gehen aufgrund von Hamsterkäufen die Lebensmittel aus, andere schließen leider aus hygienischen Bedenken. Die Tafel.de ruft zu Spenden auf und benennt derzeit geschlossene Einrichtungen.

Was noch fehlt?

Die deutschen Hilfsangebote und Initiativen fokussieren sich derzeit sehr auf das eigene Land. Erst zögerlich kommt ins Blickfeld, dass in anderen (ärmeren) Staaten humanitäre Katastrophen in anderen Dimensionen drohen. Schon jetzt deutet die Lage im Iran an, was in weniger leistungsfähigen Gesundheitssystemen geschehen kann. Und dabei zählt der Iran sicherlich nicht zu ärmsten Nationen der Welt. Die Frage muss also offen bleiben: Wird es angesichts der unstrittigen eigenen Betroffenheit auch deutsche Spenden geben, um die Coronakrise anderswo zu bewältigen?

Einen Spendenaufruf mit weiteren Erläuterungen finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen (in alphabetischer Reihenfolge):

Wer noch weitere Hilfsangebote kennt, kann diese hier mitteilen. Die Liste wird entsprechend fortgeführt.

Coronavirus – Hilfsangebote in Deutschland