Spenden für Deutschland

Schätzungsweise 580.000 Vereine und 20.000 private Stiftungen nehmen in Deutschland gerne Spenden entgegen. Ebenso breit wie die das Spektrum der Organisationen sind die Einsatzzwecke der Spenden. Im Jahr 2016 brauchten vor allem die ankommenden Flüchtlinge Hilfe.

Im Gegensatz zu den internationalen Hilfsprojekten geht es innerhalb Deutschlands selten um die Sicherung der schieren Existenz oder um Katastrophenhilfe. Die meisten sozialen Spendenorganisationen und -projekte haben sich sehr spezifische Aufgaben gestellt, die häufig einen lokalen Bezug haben. Zum Beispiel werden arme Kinder, Asylbewerber, mittellose alte Menschen, Obdachlose oder AIDS-Kranke in einer bestimmten Stadt unterstützt. Manchmal konzentrieren sich die Aktivitäten sogar auf hilfsbedürftige Einzelpersonen.

Selbst in der reichen deutschen Gesellschaft sind viele Menschen in Not, weil sie durch die Maschen unseres sozialen Netzes gefallen sind. Beispielsweise waren nach Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe im Jahr 2016 etwa 860.000 Menschen wohnungslos, d.h. ohne ordentliches Mietverhältnis. Knapp die Hälfte davon waren anerkannte Flüchtlinge, die zum Beispiel in Heimen untergebracht waren. Im engeren Sinne „obdachlos“, also auf der Straße lebend, waren 52.000 Menschen.

Etwa vier Fünftel aller Spenden in Deutschland entfallen auf humanitäre Zwecke, der Rest auf Kultur- und Denkmalpflege, Tierschutz, Umweltschutz und Sonstiges (Quelle: GfK Charity Scope 2016). Wer mag, kann auch dem eigenen Sportverein eine Spende zukommen lassen und diese von der Steuer absetzen. Nicht abzugsfähig sind dagegen die reinen Mitgliedsbeiträge in einem Verein, selbst wenn dieser als gemeinnützig anerkannt ist.

Spenden in Deutschland – Flüchtlinge

Das wichtigste deutsche Spendenthema im Jahr 2016 war der Flüchtlingsmarsch, der vor allem über die sogenannte Balkanroute Deutschland erreichte. Von Herbst 2015 bis 2016 kamen mehr als eine Million Menschen zu uns – viele von ihnen aus Syrien, Irak und verschiedenen afrikanischen Staaten. Die Flüchtlinge aus den arabischen Bürgerkriegsstaaten haben eine hohe Chance auf Asylgenehmigung. Sie wollen sich in Deutschland eine neue Zukunft aufbauen und benötigen dazu eine Starthilfe (Geld, Kleidung, Zeitspenden) von deutschen Spendern.

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