Ebola-Gefahr im Kongo

10.5.2018 – Eine der ansteckendsten und gefährlichsten Tropenkrankheiten ist wieder auf dem Vormarsch: Die Weltgesundheitsorganisation WHO meldet 21 Ebola-Fälle in der Demokratischen Republik Kongo, im Herzen Afrikas. Trotz der erst wenigen Todesfälle ist die WHO sensibilisiert – denn als Ebola im Jahr 2015 in Westafrika grassierte, starben über 11.000 Menschen. Kritiker bemängeln, seinerzeit sei die Gefahr lange unterschätzt worden.

Über Ebola

Das Ebola-Virus wird durch Körperflüssigkeiten übertragen und führt unter anderem zu inneren und äußeren Blutungen. Viele Erkrankte sterben schließlich an Multi-Organ-Versagen.

Die Bekämpfung ist auch deshalb so kompliziert, da die hygienischen Verhältnisse in vielen Teilen Afrikas schlecht sind und das tropische Klima die Verbreitung des hoch ansteckenden Virus fördert. Seit Jahren wird nach einem Impfmittel forscht – allerdings noch ohne durchschlagenden Erfolg.

Kongo

Noch besteht Hoffnung

Laut WHO ist dies der neunte Ebola-Ausbruch im Kongo seit 1976. Insgesamt sind mehrere Hundert Menschen an der Krankheit gestorben. Offenbar verfügt die Regierung über ein Notfallprogramm, um die Ausbreitung einzudämmen. Dass es in der Vergangenheit stets gelang, größere Epidemien zu verhindern, stimmt hoffnungsvoll, ist aber keine Garantie für die Zukunft. Neben schnellem Handeln kommt es auch auf die lokalen Bedingungen an, die Helfer vor Ort vorfinden. Derzeit sind noch keine Spenden erforderlich. Hoffen wir, das es dabei bleibt, denn das arme afrikanische Land wäre nicht in der Lage eine große Gesundheitskrise alleine zu bewältigen.

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