Update: Evakuierung und Entwarnung in Ost-Ghouta

27.3.2018 – Mit dem Rückzug der meisten Rebellen ist offenbar auch die drohende humanitäre Katastrophe im syrischen Ost-Ghouta abgewendet worden. Wie wir berichtet hatten, waren in der strategisch wichtigen Region östlich von Damaskus bis zu 400.000 Menschen eingeschlossen. Sie wurden wochenlang von syrischen und russischen Truppen belagert, sodass Trinkwasser, Nahrung und Medikamente auszugehen drohten. Lebenswichtige Hilfslieferungen wurden teilweise massiv behindert.

Nun haben offenbar die Regierungstruppen den größten Teil von Ost-Ghouta zurückerobert. Seit vergangenem Freitag konnten mehr als Zehntausend Zivilisten und Rebellen das Gebiet friedlich verlassen – viele weitere werden wohl folgen. Grundlage des Abzugs sind ein Waffenstillstand und individuelle Vereinbarungen zwischen den Kriegsparteien. Nur eine Einigung mit der Rebellengruppe „Dschaisch al-Islam“ steht wohl noch aus.

Damit ist Belagerung Ost-Ghoutas für viele Einwohner wohl einigermaßen glimpflich ausgegangen – von den psychischen Schäden einmal abgesehen, die derartige Kämpfe gerade bei Kindern hinterlassen können. Es fragt sich nun, wo der nächste Brandherd in Syrien auflodern wird. Nach fast genau 7 Jahren Krieg ist weiterhin kein Ende in Sicht.

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