Geberkonferenz für den Irak enttäuscht

15.2.2018 – Die Menschen im Irak gehen weiter einer schweren Zukunft entgegen. Auf einer internationalen Geberkonferenz erfüllte sich die Hoffnung auf großzügige Finanzhilfe nicht. Gerade einmal 5 Milliarden US-Dollar direkte Aufbauhilfe sagten die Geldgeber zu. Hinzu kommen rund 25 Milliarden Investitionen, Kreditzusagen und andere Hilfen. Laut Einschätzung der irakischen Regierung braucht der Staat aber 88 Millionen US-Dollar, um das kriegszerstörte Land wieder aufzubauen.

Golfstaaten am spendabelsten

Die meiste Solidarität erfährt der Irak von den unmittelbaren Nachbarstaaten, die das größte Interesse an einer Stabilisierung der Golfregion haben: Konferenzgastgeber Kuwait, Katar, die Türkei und Saudi-Arabien zeigten sich am großzügigsten. Deutschland sagte eine Unterstützung in Höhe von 350 Millionen Euro zu.

Die Hypothek des Krieges

In den vergangenen vier Jahrzehnten herrschte im Irak Krieg – mit nur kurzen Pausen. Diktator Saddam Hussein attackierte den Iran und Kuwait, ab 2003 führten die USA und ihre Verbündeten den „Irakkrieg“. Hunderttausende Soldaten und Zivilisten verloren ihr Leben. 2014 wurden große Teile des Landes von der Terrormiliz IS besetzt. Die Bilanz der letzten Kriegsjahre ist erschreckend: 2,5 Millionen Binnenflüchtlinge haben noch immer keinen Weg nach Hause finden können; in der besonders hart getroffenen Stadt Mossul wurden rund 30.000 Häuser zerstört; viele Innenstädte gleichen einem Trümmerfeld; den Menschen mangelt es an Unterkünften und Erwerbsperspektiven, den Krankenhäusern an Ausstattung und Medizin.

Bis zur „Normalität“ werden noch viele Jahre vergehen. Falls die internationalen Hilfen nicht aufgestockt werden, könnten daraus Jahrzehnte werden.

Heute wurde ebenfalls bekannt, dass die NATO ihr Engagement im Irak ausweiten will. Die „Ausbildungsmission“, die der Schulung irakischer Soldaten dient, soll personell aufgestockt werden. Ob dies der Sicherheit der Zivilbevölkerung dient? Hoffen wir es.

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