Gedenkspenden und Kranzspenden – helfen über den Tod hinaus

Sogar im Angesicht eines schicksalhaften Todesfalls bietet sich die Chance, Gutes zu tun: mit einer Gedenk- oder Kranzspende. Oft war es der verstorbene Angehörige selbst, der sich für sein Ableben eine wohltätige Spende wünschte – statt Blumen und Kränzen. In anderen Fällen haben die Hinterbliebenen den Wunsch, bedürftigen Menschen zu helfen und in der gemeinsamen Trauer ein tröstliches Zeichen zu setzen. Lesen Sie hier, wie Sie eine Gedenkspende am besten in die Tat umsetzen können und was Sie beachten sollten.

Letzter Gru?: Blumen und Kränze bei einer Bestattung – Taschaklick / pixelio.de

Was ist eine Gedenkspende oder Kranzspende?

Bei einer Gedenkspende wird festgelegt, dass Hinterbliebene und Trauergäste einen Geldbetrag nach eigenem Ermessen an eine Spendenorganisation überweisen. Dafür verzichtet die Trauergemeinschaft (teilweise oder völlig) auf Blumen und Kränze zur Trauerfeier/Grabschmuck. Der Begriff „Kranzspende“ wird in der Praxis unterschiedlich, und damit leider verwirrend, verwendet. Meistens ist damit der Verzicht auf Kränze gemeint.

Lohnt sich das überhaupt?

Bei einer traditionellen Erdbestattung wird normalerweise Blumenschmuck in Höhe eines dreistelligen Eurobetrags dem Verstorbenen mitgegeben. Einfache Trauerkränze kosten weniger als 100 Euro, während ein einzelner opulenter Kranz klar über 200 Euro liegt. Bei Urnenbeisetzungen fällt der Schmuck schon aus Platzgründen oft geringer aus. So oder so kommen hier durchaus nennenswerte Beträge zusammen, vor allem wenn der Verstorbene einen weit verzweigten Freundes- und Familienkreis hatte.

Viele Spendenorganisationen haben diesen Zusammenhang erkannt und werben daher im Internet aktiv um Gedenkspenden.

Entspricht dies dem Wunsch des Verstorbenen?

Am einfachsten ist die Lage, wenn der Verstorbene in seinem rechtsgültigen Testament eine Gedenkspende verlangt hat. An dieses Votum sind die Hinterbliebenen gebunden. Darüber hinaus sollten sie natürlich auch einen mündlich geäußerten Wunsch akzeptieren, obwohl dieser nicht schriftlich fixiert wurde. Gibt es keine eindeutigen Hinweise, erlaubt vielleicht die Persönlichkeit des Verstorbenen eine Interpretation: Wer im Leben stets großzügig an Andere dachte, wäre zumindest nicht gegen eine Spende eingestellt.

Könnten Gedenkspenden die Trauergemeinschaft irritieren?

Der Wunsch nach Geldspenden „statt Blumen und Kränzen“ ist mittlerweile weit verbreitet und nicht Außergewöhnliches mehr. Die Chancen stehen also gut, dass die Trauergemeinschaft dies gut und richtig findet. Sollte trotzdem jemand einen Kranz zu Beerdigung entsenden, ist das natürlich sein gutes Recht und kein Ausdruck von Missachtung.

Wie lässt sich die Gedenkspende bzw. Kranzspende in der Praxis umsetzen?

Wir empfehlen folgende Schritte:

  1. Wählen Sie im engsten Kreis eine Spendenorganisation aus, die die Geldspenden erhalten soll. Danach rufen Sie diese Organisation an und berichten Sie von Ihrem Vorhaben. Vermutlich bekommen Sie dann weitere Tipps.
  2. Am einfachsten ist es, wenn Sie Ihr Anliegen direkt in der Traueranzeige nennen. Formulieren Sie hier einen Text wie „Anstelle von Blumen und Kränzen bitten wir um eine Spende an Name der Organisation, Kontonummer, Kennwort: im Gedenken an Name des Verstorbenen„. Das Kennwort ermöglicht dem Empfänger, die Spende richtig zuzuordnen.
  3. Ihr beauftragtes Bestattungsunternehmen wird gerne alle Daten bereithalten und auf Anfrage weiteren interessierten Spendern mitteilen.
  4. Es ist auch sinnvoll, während der Trauerfeier nochmals auf die Spendenaktion hinzuweisen. Eher unüblich ist dagegen, das Geld direkt während der Feierlichkeit einzusammeln.

Gibt es einen Spendenbescheid?

In aller Regel versenden die Empfänger schon bei Kleinspenden einen Dankesbrief und stellen einen Spendenbescheid aus. Nähere Informationen über diesen Themenkomplex finden Sie hier. Voraussetzung für den Spendenbescheid ist selbstverständlich, dass die Empfänger die Adressen der Spender bekommen. Hierzu können sich die Hinterbliebenen mit der Spendenorganisation in Verbindung setzen.

Welche Spenden-/Hilfsorganisation ist geeignet?

Dies ist die vielleicht wichtigste Frage, die sich Hinterbliebene stellen. Leider gibt es hier Patentrezept – wohl aber sinnvolle Anregungen.

  • War der Verstorbene selbst in einem gemeinnützigen oder wohltätigen Verein aktiv, liegt es nahe, die Spenden dort hin zu leiten.
  • Auch Hobbys oder bevorzugte Reiseziele (z.B. in Afrika) können einen Hinweis geben.
  • Wer auf Nummer sicher gehen will, entscheidet sich für große und bekannte Organisationen (z.B. SOS Kinderdörfer oder Ärzte ohne Grenzen). Hier ist eine hohe Akzeptanz der Trauergemeinschaft beinahe garantiert.
  • Mehr Charme hat es allerdings, eine kleine Organisation oder Projekt zu fördern. Hier kann eine Spendensumme von einigen Hundert Euro möglicherweise mehr bewirken als in einem „großen Topf“. Auch die Rückmeldungen zwischen Spendern und Empfängern können dann direkter sein.

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