Spenden für Haiti

Das immer wieder von Erdbeben und Cholera getroffene Haiti zählt zu den ärmsten Ländern der Welt und zeichnet sich durch ein krasses Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich aus.

Das schwere Erdbeben, das Anfang 2010 das Land erschütterte, hat die erheblichen Probleme des Landes und seiner Bewohner weiter zugespitzt. Neben über 200.000 Todesopfern hat das Erdbeben über eine Million Obdachlose zurückgelassen, die nur langsam wieder menschenwürdige Unterkünfte erhalten können. Noch immer lebt ein Teil der Menschen in Notbehausungen. Die zum Überleben notwendigen Spenden kommen vor allem von im Ausland lebenden Haitianern.

Im Oktober 2016 wurden die Aufbaubemühungen in Haiti wieder einmal zurückgeworfen: Der Hurrikan Matthew verwüstete den Süden und Südwesten des Landes. Dabei wurden schätzungsweise 30.000 Häuser zerstört, rund 1000 Menschen starben. Die schlechten hygienischen Bedingungen während und nach diesen Katastrophen führten zu wiederholten Cholera-Ausbrüchen mit rund 10.000 Todesopfern.

Haiti-Karte:

Ungleichheit in Haiti

Schon ohne Naturkatastrophen ist das Leben in dem Karibikstaat hart genug. Die 40 Prozent ärmsten Haushalte erwirtschaften nur etwa zehn Prozent des Gesamteinkommens in Haiti. Dagegen erhalten die 20 Prozent reichsten Haushalte über 60 Prozent des Einkommens. Zwei Drittel der Menschen leben unterhalb der absoluten Armutsgrenze, viele von ihnen sind unterernährt und können weder Lesen noch Schreiben. Rund die Hälfte der Erwerbsbevölkerung ist arbeitslos. Weit verbreitet ist dagegen Kinderarbeit in ausbeuterischen, sklavenähnlichen Verhältnissen.

Zu den drastischen Wirtschaftsproblemen gesellt sich eine hochgradige politische Instabilität. Korruption, Amtsmissbrauch, Gewaltkriminalität und Wahlbetrug sind an der Tagesordnung. Hinzu kommt, dass die Insel Haiti in der Zugstraße von Wirbelstürmen liegt, die regelmäßig Zerstörungen anrichten. Viele Haitianer versuchen daher, ihr Land zu verlassen und im Ausland eine neue Existenz aufzubauen.

Der Karibikstaat Haiti

Der Karibikstaat Haiti nimmt knapp ein Drittel der Insel Hispaniola ein und grenzt dabei an die Dominikanische Republik. Gut zehn Millionen Haitianer leben in dem dicht besiedelten Land mit der Hauptstadt Port-au-Prince. Während der Atlantischen Hurrikansaison von Juni bis November liegt der Inselstaat in der Zugbahn zahlreicher Wirbelstürme. Oft entscheiden nur Nuancen der Temperaturverteilung darüber, ob ein Hurrikan über dem offenen Meer weiterzieht oder auf bewohntes Land trifft, ob er sich langsam abschwächt oder zu einem rekordverdächtigen Gefahrenbringer anwächst wie „Matthew“.

Unsere Bewertung – Spenden-Bedarf in Haiti: hoch

In Haiti wird die Geduld der Spender allerdings auf harte Proben gestellt. Schuld ist vor allem der vermeintliche Spendenskandal um das Amerikanische Rote Kreuz (ARC), das eine halbe Milliarde US-Dollar (!) wenigstens teilweise verschwendet haben soll. Das ARC wollte nach dem Erdbeben von 2010 etwa 700 Dauerunterkünfte für obdachlose Bewohner schaffen. Davon sollen angeblich bis heute nur ganze sechs errichtet worden sein. – Dennoch führt in der aktuellen Lage führt kein Weg an privaten Spenden UND staatlichen Hilfslieferungen vorbei.

Wem spenden?

Die folgenden Hilfsorganisationen sind in Haiti aktiv:

(Auswahl ohne Gewähr)

Dieser Spendenratgeber führt außerdem die Dominikanische Republik auf. Jeder einzelne Euro ist eine willkommene Hilfe.

Themenbereiche

  • Hilfsbedarf nach Ländern

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