Spenden für Indonesien (Tsunami)

Der südasiatische Staat Indonesien zählt nicht zu den Armutsregionen der Welt. Ins Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft rückt Indonesien allerdings durch Naturkatastrophen, die den Inselstaat immer wieder heimsuchen.

Aktuell September/Oktober 2018: Erneut hat ein Tsunami Indonesien getroffen. Dieses Mal war es vor allem die Insel Sulawesi, die Opfer einer gewaltigen Flutwelle wurde. In der Gegend der Küstenstadt Palu starben am 28. September 2018 wenigstens 2000 Menschen. Diese Zahl könnte sich angesichts der vielen Vermissten auf mehr als 6000 erhöhen. Über 80.000 sind obdachlos. Erdrutsche haben offenbar ganze Siedlungen verschüttet. Auslöser der Katastrophe war ein Erdbeben der Stärke 7,4, das sein Epizentrum in der „Straße von Makassar“ (einem küstennahen Meeresausläufer) hatte. Das installierte Tsunami-Warnsystem hatte offenbar nicht ausreichend funktioniert.

Das indonesische Militär hatte die ersten Rettungs- und Hilfsoperationen eingeleitet – und hat noch immer zahlreiche Soldaten im Einsatz. Auch internationale Hilfsorganisationen sind vor Ort, finden aber schwierige Bedingungen vor. Es mangelt beispielsweise an Treibstoff für schweres Räumgerät, die Schlamm-Massen verstopfen viele Straßen. Rund 25 Länder haben bislang Nothilfe zugesagt, darunter Deutschland und Australien.

Mehr Informationen: „Aktion Deutschland Hilft“ ruft zu Spenden auf (hier klicken).

Tsunami und Erdbeben Indonesien

Nothilfe für Indonesien: das Epizentrum des Erdbebens auf Sulawesi

Hohes Risiko für Naturkatastrophen

Im Dezember 2004 richtete ein besonders starker Tsunami, ausgelöst durch ein Seebeben, schwere Verwüstungen an und forderte in Indonesien schätzungsweise 170.000 Menschenleben (hinzu kamen weitere 60.000 Opfer in anderen Ländern). Mehrere Hunderttausend Einwohner wurden auf einen Schlag obdachlos. Besonders betroffen waren die Küstenregionen der Insel Sumatra. Für die Nothilfe und den Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur spendeten Menschen, Organisationen und Regierungen aus aller Welt.

Durch seine Lage an der Grenze zwischen zwei instabilen Erdplatten ist die seismische Aktivität in Indonesien sehr hoch. Daher muss auch in Zukunft in der Region mit Erdbeben (und Vulkanausbrüchen) gerechnet werden, die unter ungünstigen Bedingungen erneut Katastrophen auslösen können. Das Sulawesi-Erdbeben vom September 2018 war bereits das zweite derartige Ereignis des Jahres: Im August bebte die Erde auf der als Urlaubsparadies bekannten Insel Lombok.

Spenden erhofft: Das Land Indonesien

Abgesehen von dem erheblichen Katastrophenpotenzial ist der Handlungsbedarf, der sich aus dem wirtschaftlichen Entwicklungsstand des Landes herleitet, eher moderat: Das Bildungs- und Gesundheitssystem Indonesiens besitzt im internationalen Maßstab keinen guten, aber doch akzeptablen Standard. Auch in den Armutsstatistiken nimmt das Land einen hinteren Mittelplatz ein.

Der vorwiegend muslimische Staat Indonesien mit seinen 255 Millionen Einwohnern verteilt sich auf über 17.000 Inseln. Landgrenzen bestehen mit Malaysia (auf der Insel Borneo), Papua-Neuguinea und Osttimor. Der Kleinstaat Osttimor ist erst seit 2002 unabhängig, ist wirtschaftlich unterentwickelt und benötigt Spenden.

Unsere Bewertung – Spendenbedarf in Indonesien: aktuell sehr hoch

Wo spenden?

Folgende Spendenorganisationen arbeiten schwerpunktmäßig in Indonesien:

  • Kinderhilfe Indonesien
  • Kindernothilfe
  • Johanniter
  • ADRA Deutschland
  • Education for Indonesia

Spendenaufruf von „Aktion Deutschland Hilft“

(Auswahl ohne Gewähr)

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