Mehr Geld von und für die Weltbank

23.4.2018 – Die weltgrößte Entwicklungsbank bekommt mehr finanzielle Möglichkeiten: Um 13 Milliarden US-Dollar soll das Kapital der Weltbank aufgestockt werden. Darauf haben sich die Anteilseigner der Bank nach jahrelangen Verhandlungen nun geeinigt. Das zusätzliche Geld soll vor allem den ärmsten Staaten der Erde zugute kommen.

Umverteilung zugunsten der Armen

Bis zuletzt war die Vereinbarung am Widerstand des wichtigsten Eigners, der USA, gescheitert. Jetzt zeigten sich die Vereinigten Staaten damit zufrieden, dass zugleich die Regeln für die Kreditvergabe verändert wurden – und stimmten der geplanten Kapitalerhöhung zu.

Das aufgestockte Kapital soll dazu führen, dass die Kreditvergabe von etwa 60 Milliarden US-Dollar (2018) auf 100 Milliarden Dollar im Jahr 2030 gesteigert werden kann. Künftig wird vor allem die Volksrepublik China mit weniger Geld rechnen dürfen, während ärmere Weltregionen, zum Beispiel im südlichen Afrika, mit größeren Hilfen rechnen können.

Über die Weltbank

Die 1945 unter dem Eindruck des Zweiten Weltkriegs gegründete Bank ist den Vereinten Nationen (UN) zugeordnet und vergibt Kredite vorwiegend an private Unternehmen in unterentwickelten Ländern. Dabei ist sie teilweise mit dem Internationalen Währungsfond (IWF) verflochten und wird von 189 Mitgliedsstaaten getragen.

Kritiker warfen der Weltbank in der Vergangenheit vor, zu wenig zur Armutsbekämpfung beizutragen und aufgrund falscher Instrumente die Inflation zu fördern. Auch die dominierende Stellung der USA und anderer reicher Staaten bietet Anlass, die Neutralität und Ausgewogenheit der Weltbank anzuzweifeln. Deutschland hält einen Anteil von rund fünf Prozent an der Bank, derzeitiger Chefökonom ist der US-Amerikaner Paul Romer.

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