Sicher spenden zu Weihnachten

Advent und Weihnachten sind die Hochzeiten für Spendensammler: In Fußgängerzonen, an Haustüren, per Brief, Fernsehen und Internet werben sie um milde Gaben. Für den Verbraucher gilt es dabei kühlen Kopf zu bewahren. Hier unsere Tipps für sicheres Spenden.

Rational auswählen

Emotionale Spontanentscheidungen sind in Gelddingen selten optimal. Auch im vorweihnachtlichen Trubel sollte es möglich sein, sich ausreichend über Hilfsorganisationen und Spendenprojekte zu informieren. Für eine erste Orientierung ist es durchaus nicht notwendig, die Geschäftsberichte der Organisationen minutiös zu studieren. Manchmal bringt schon eine einfache Internetrecherche (auf der Seite der Organisation und bei neutralen Quellen wie fairhelfen.de) gute Erkenntnisse. Zumindest kann man auf diese Weise ermitteln, ob eine Spendenorganisation in die öffentliche Kritik geraten ist.

Achtung bei Haustürgeschäften

Manche weihnachtlichen Spendensammler klingeln gerne überraschend an der Haustür und werben für eine so genannte Fördermitgliedschaft. Dabei verpflichtet sich der Spender, kontinuierliche Zahlungen an die Organisation zu leisten. Für solche Haustürgeschäfte gilt leider kein Rückgaberecht: Eine einmal geleistete Unterschrift ist bindend. Eine Kündigung ist meist nur im Rahmen der vertraglichen Bestimmungen möglich – unter Wahrung der vereinbarten Kündigungsfristen. Wer sich also überrumpeln lässt, muss eventuell einige ungewollte Raten begleichen.

Vorsicht bei dramatischen Aufrufen

Einige Spendenorganisationen unterlegen ihre Kampagnen mit Bildern, die in übertriebenem Maße Mitleid erregen sollen. Wer ein offensichtlich sterbendes Kind zu Weihnachten sieht, so das Kalkül, hat eine erhöhte Spendenbereitschaft. Abgesehen davon, dass derartige Kampagnen geschmacklos erscheinen können, sind sie ein Indiz (kein Beweis) für eine unseriös auftretende Organisation.

Im Zweifel nachfragen

Wenn zu einer Kampagne oder einem Projekt wichtige Fragen offen bleiben, sollte man diese klären. Am einfachsten ist es, bei der betreffenden Spendenorganisation anzurufen oder eine E-Mail zu schreiben. Wenn der Ansprechpartner nichts zu verbergen hat, sollte er die meisten Dinge kompetent und inhaltlich befriedigend klären können. Eine fehlende Rücksprache-Möglichkeit ist ein ganz schlechtes Zeichen.

Spendensiegel

Einzelauskünfte über Spendenorganisationen kann man beim DZI (Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen) anfordern. Das DZI vergibt außerdem ein anerkanntes Spendensiegel. Das Siegel bestätigt, dass die Organisation transparent arbeitet und weitere Standards einhält, zum Beispiel einen Verwaltungskostenanteil von maximal 35 Prozent aufweist.

Eine Garantie, dass die Spendengelder im Sinne des Spenders stets effizient und sinnvoll eingesetzt werden, bietet das Spendensiegel allerdings nicht. Hier ist auch der gesunde Menschenverstand des Verbrauchers gefragt – der nicht immer der schlechteste Ratgeber ist. Wenn das „Bauchgefühl“ einfach nicht stimmt, sollte man von einer Sach- oder Geldspende Abstand nehmen.

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