Im Dienst der Weltgesundheit: die WHO wird 70

7.4.2018 – Die „World Health Organization“ (WHO) ist eine der wichtigsten Säulen, wenn es darum geht, das Leben vieler Menschen auf dieser Welt zu bewahren und zu verbessern. Seit dem 7. April 1948 koordiniert und unterstützt die Weltgesundheitsorganisation die globale Gesundheitsförderung. Vor allem die Impfprogramme der WHO waren sehr erfolgreich. Hier eine kleine Zusammenfassung anlässlich des 70. Gründungsjubiläums der Organisation.

Gründung und Struktur

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde auch das Gesundheitswesen der Vereinten Nationen (UN) auf neue Füße gestellt. Zu diesem Zweck einigten sich bereits 1946 61 Gründerstaaten auf die Grundzüge der WHO. Die eigentliche Gründung erfolgte allerdings erst im April 1948, als der 26. Staat das Dokument ratifizierte.

Heute besitzt die WHO 194 Mitglieder und vereint somit fast alle Nationalstaaten der Erde unter ihrem Dach. Ihr Zweijahresetat beträgt umgerechnet 3,6 Milliarden Euro, von dem auch die etwa 7000 Mitarbeiter bezahlt werden. Die Finanzierung erfolgt überwiegend durch freiwillige Beiträge der Mitgliedsländer.

Zur Koordination ihrer Aufgaben hat die WHO die Welt in sechs Verwaltungsregionen aufgeteilt. Das europäische Regionalbüro befindet sich in Kopenhagen, der Hauptsitz in Genf. Wichtigste Entscheidungsgremien – unter der Führung des äthiopischen Generaldirektors Tedros Adhanom Ghebreyesus – sind die jährlich einberufene „Weltgesundheitsversammlung“ sowie der „Exekutivrat“.

Erfolge und Problemfelder

In den vergangenen Jahrzehnten haben die Impfprogramme der Weltgesundheitsorganisation maßgeblich dazu beigetragen, einst gefürchtete Krankheiten wie Pocken oder Kinderlähmung weitgehend auszurotten. Auch in der Bekämpfung von Aids und Malaria wurden deutliche Fortschritte erzielt.

Kritiker befürchten allerdings, die WHO könne in Teilen nicht mehr neutral arbeiten, da manche Entscheidungen indirekt von Pharmakonzernen beeinflusst seien. Während der Ebola-Epidemie (Höhepunkt 2015) hat die WHO laut eigener Einschätzung nicht konsequent genug gehandelt. Außerdem bemängelten Kritiker eine teure Überreaktion während der sogenannten „Schweinegrippe“ des Jahres 2005, als immense Mengen letztlich überflüssiger Impfstoffe angeschafft wurden.

Unter dem Strich zählt die WHO zu den erfolgreicheren und allgemein akzeptierten UN-Organisationen. Herzlichen Glückwunsch! Dennoch könnte die Agenda 2030 der Vereinten Nationen eine ziemlich harte Nuss werden. Hier ist nämlich als Aufgabe definiert „ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern“.

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